DIE IDEE

Ziel für die Zukunft

Die Zusammenarbeit in der Cluster-Initiative bündelt das vorhandene Wissen für eine überregionale Profilierung als Standort für die Verarbeitung von Lebensmitteln aus biologischer Landwirtschaft.
Das Bio-Food-Cluster strebt die Zusammenarbeit mit vergleichbaren Initiativen in Deutschland und anderen EU-Staaten an.
Ein herausragendes Ziel des Bio-Food-Clusters bildet die Einwerbung von Fördermitteln des Landes, des Bundes und der Europäischen Union. Durch die staatlichen Hilfen sollen Infrastrukturmaßnahmen, Netzwerkarbeit, Marketingaktivitäten und wissenschaftliche Vorhaben ermöglicht werden.

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DIE BASIS

Mit der Bohlsener Mühle und der Bauck GmbH haben hier Bio-Pioniere ihren Sitz, die in ihren Geschäftsfeldern eine führende Position in Deutschland einnehmen. Die von Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung geprägte Region zählt zur Lüneburger Heide und verfügt traditionell über eine hohe Lebensmittelkompetenz. Durch bestehende Öko-Zertifizierungen in den ansässigen Unternehmen bieten sich gute Anknüpfungspunkte, auch konventionelle Betriebe in die Entwicklung des Bio-Food-Clusters einzubinden.
Der Landkreis Uelzen gehört seit 2020 zu den ersten Öko-Modellregionen Niedersachsens. Zudem gibt es seit über 15 Jahren den ÖKORegio e.V. als Netzwerk für Biobetriebe und
nachhaltige Unternehmen aus den Landkreisen Uelzen, Lüchow-Dannenberg und Lüneburg.


 

DIE AUSSICHTEN

Die Bio-Food-Branche ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. In Deutschland werden mit Bio-Produkten Umsätze von rund 12 Mrd. Euro, in der gesamten Europäischen Union rund 40 Mrd. Euro erzielt. Hinzu kommt das gestiegene Umweltbewusstsein in der Bevölkerung. Insbesondere in der jüngeren Generation, die jetzt den Grundstein für Gesellschaft und Wirtschaft von Morgen legt. Die steigende Akzeptanz der breiten Bevölkerung in Umweltschutz zu investieren und mehr gegen den Klimawandel zu tun, lassen Umsatzsteigerungen in der Bio-Food-Branche erwarten.
Die Europäische Union wird in den nächsten Jahren die Bio- Landwirtschaft stärker unterstützen, weil sie der Schlüssel zu Umwelt- und Klimaschutz ist. In verschiedenen EU-Staaten existieren bereits Cluster für den Bio-Food-Sektor. Eine europaweite Vernetzung dieser Initiativen steht im Interesse der gemeinsamen Agrar- und Regionalpolitik.  

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DER AUFBRUCH

Mittig gelegen zwischen den Metropolen Hamburg, Hannover, Berlin und Bremen ist die Kreis- und Hansestadt Uelzen überregional durch den von Friedensreich Hundertwasser gestalteten Bahnhof bekannt.  
Der Landkreis Uelzen hat die herausragende Chance, die vorhandenen unternehmerischen Strukturen auf dem Bio-Food-Sektor um neue innovative Geschäftsfelder zu erweitern. Uelzen ist bereits sehr gut aufgestellt für den Bio-Food-Markt der Zukunft. Diese Stärke sollte genutzt, gestärkt und weiter ausgebaut werden, um sich mit den vorhandenen und den dazu kommenden Kompetenzen im Bio-Food-Markt an der Spitze Europas zu etablieren.
Uelzen hat die Möglichkeit, Bio-Food aus seiner Nische herauszuführen. Bio-Food ist der Standard der Zukunft.

 

DIE FAKTEN

Uelzen hat noch großes Potenzial, landwirtschaftliche Flächen auf Ökolandbau umzustellen. Mit 5,2 Prozent sind wir deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, der mittlerweile bei 10,1 Prozent liegt und auch in Bezug auf unsere Nachbarlandkreise: Der Landkreis Lüchow-Dannenberg hat mit 16,7 Prozent so-gar den höchsten Öko-Anteil aller Landkreise Niedersachsens. Es folgen der Heidekreis mit 12,6 Prozent und der Landkreis Lüneburg mit 12,1 Prozent. Grundlage der Zahlen sind die Anträge für die Ökoprämie aus dem Mai 2020.
Im Verhältnis zu unseren Nachbarn kann der Landkreis Uelzen aber punkten in Bezug auf die Lebensmittel weiterverarbeitenden Unternehmen. Mit zehn reinen öko-zertifizierten Lebensmittelunternehmen und über 20 Teilzertifizierungen sind wir in diesem Wirtschaftsbereich bereits verhältnismäßig gut aufgestellt. Ergänzt wird dieses durch Le-
bensmittelhandwerk.
Außerdem erwähnenswert ist die vor 30 Jahren von Lieferanten der Bohlsener Mühle gegründete Erzeugergemeinschaft Öko-Korn-Nord, die heute einer der bedeutendsten Aufbereiter und Vermarkter an Bio-Z-Saatgut in Deutschland ist.

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